Fünf Tage vor der geplanten
Übergabe rief der Vercharterer an, um anzubieten, die Yacht schon einen
Tag früher zu übernehmen. Da nur Steffi und ich schon vorher Urlaub
hatten, sind wir zu zweit am Dienstag nach Heiligenhafen gefahren, um
die Übergabe in Ruhe durchzuführen, die bereits gelieferten Lebensmittel
einzuräumen usw. Der Rest der Crew kam dann am Mittwoch passend zum
Frühstück mit frischen Brötchen an Bord :-).
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Mittwoch,
18.06.
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Eigentlich wollten wir am
ersten Tag Fehmarn umrunden, um die Yacht etwas kennen zu lernen und
einige Manöver zu üben. Vor dem Ablegen standen aber noch
Sicherheitseinweisung und Lecksicherungsrolle auf dem Programm. Da der
Wind am späten Vormittag leider gänzlich einschlief, entschlossen wir
uns nach einigem Rumdümpeln und Sonnenbaden, unter Motor zurück zu
fahren. Weiter als bis auf Höhe Westermarkelsdorf sind wir nicht
gekommen, Segelmanöver üben war natürlich ohne Wind auch nicht möglich.
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Donnerstag, 19.06.
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Da ist der Wind wieder, SW
4 Bft. Wir laufen mit Kurs Marstal aus. Nach ca. einer Stunde beginnt
der Wind stark aufzufrischen - Sturmwarnung. Einige Reffs später müssen
wir die Segel ganz runter nehmen und unter Motor weiterfahren. Die Böen
wurden einfach zu stark und unser Dickschiff war bei querlaufenden Seen
von 1.5-2m schlecht auf Kurs zu halten. Da der Wind immer noch zunimmt
und einige von uns inzwischen stark mit Seekrankheit zu kämpfen haben,
beschliessen wir, den ersten möglichen Hafen anzulaufen - Bagenkop auf
Langeland. Da der Wind bei der Ansteuerung achterlich kommt und die Seen
uns von hinten überholen, ist die Ansteuerung nicht ohne, klappt aber
letztlich problemlos. Schliesslich finden wir auch eine freie Box, die
breit genug für unsere Yacht ist und sind froh, wieder festen Boden
unter den Füssen zu haben. Inzwischen bläst es mit 7-8 Bft. Die
Sanitären Anlagen in Bagenkop sind übrigens komplett erneuert worden und
sind jetzt wirklich klasse.
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Freitag, 20.06.
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W 7-8 Bft, in Böen 9-10,
Gewitterschauer. An Auslaufen ist nicht zu denken. Da es aber von oben
trocken ist, unternehmen wir eine Wanderung zum Leuchtturm Kelsnor.
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Samstag, 21.06.
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W 7-8 Bft, in Böen 9-10,
Gewitterschauer. Der Trogsturm im Kattegat hat immer noch nicht
nachgelassen. Wir fahren daher mit dem Bus nach Rudkøbing zum Shoppen. |
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Sonntag, 22.06.
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Der Wind hat endlich
nachgelassen, ist aber noch zu stark um Flintegrund NO von Ærø zu
befahren. Dort stehen aufgrund der geringen Wassertiefe bei Westwind
steile Seen. Wir canceln daher den Plan, Fyn zu umrunden, und nehmen uns
stattdessen Lohals als Tagesziel vor. Das Wetter ist perfekt zum Segeln.
Abends drehen wir noch eine Runde durch das Naturschutzgebiet an der
Nordspitze Langelands.
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Montag, 23.06.
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Tagesziel wäre eigentlich
Mullerup. Da der Wetterbericht aber schon wieder Sturm aus W ansagt,
segeln wir nur bis zur Brücke über den Grossen Belt (muss man gesehen
haben) und nehmen dann Kurs auf Omø. Im niedlichen Hafen von Omø
angekommen, hat der Wind schon wieder 7 Bft erreicht. In einem heftigen
Gewitter mit extremem Regen und Böen wagt sich später eine 43 Fuss Yacht
aus Rostock in den engen Hafen und wird prompt beim Wenden von einer Böe
auf die Hafenmole gedrückt. Die Crew steht dabei komplett an Deck und
hält sich trotz Gewitter an Wanten und anderen Metallteilen fest. Es
wäre bestimmt besser gewesen, das Gewitter ausserhalb des Hafens
abzuwettern und die Crew unter Deck zu schicken...
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Dienstag, 24.06.
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W 7-8 Bft, in Böen 9,
Gewitterschauer. Wir bleiben im Hafen und schauen uns die kleine Insel
genauer an. Ein Besuch auf Omø lohnt sich wirklich. Man fühlt sich ins
19. Jahrhundert zurück versetzt, der niedliche Ort Omø By wirkt wie ein
Freilichtmuseum. Der kleine Leuchtturm der Insel ist auch einen
Abstecher wert.
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Mittwoch, 25.06.
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Der Sturm tobt immer noch,
soll aber im Laufe des Tages nachlassen. Wir verlassen den Hafen gegen
11 Uhr bei 7 Bft. und setzen Segel (natürlich gerefft ;-)Richtung
Spodsbjerg . Nach der Querung des Grossen Belt hoffen wir unter Land ein
wenig geschützter segeln zu können. Der Wind lässt ziemlich schnell nach
und wir bekommen perfektes Segelwetter. In Spodsbjerg angekommen,
schläft der Wind bald völlig ein.
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Donnerstag, 26.06.
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0-2 Bft. Wir verlassen
Spodsbjerg in Richtung Heiligenhafen bei raumem Wind und machen mit
Schmetterling 2-3 Knoten. Andere Yachten mit Spinnacker kommen auch
nicht schneller voran. Gegen Mittag haben wir immer noch nicht die
Südspitze Langelands passiert und der Wind schläft wieder völlig ein;
somit sind wir gezwungen den Rest der Strecke unter Motor zu fahren.
Schade. In Heiligenhafen angekommen belohnen wir uns mit einem leckeren
Abendessen.
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Freitag, 27.06.
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Übergabe der Yacht und
Heimfahrt. Da in Dänemark, Schweden und einigen Bundesländern die Ferien
begonnen haben, ist Staustehen oder Landstrassenfahrt angesagt.
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Alles in allem war das wieder ein echt gelungener Urlaub. Wie sagte
Marko so treffend: "Ich glaube, ich habe noch nie einen so
erholsamen Urlaub gemacht". Dem kann ich mich nur anschliessen.
Das Fotoalbum zu diesem Törn anschauen
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